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Tambour aus dem Hochzeitsservice für Karl von Hessen und bei Rhein und Elisabeth von Preußen
KPM Berlin, um 1836
Auf quadratischem Fuß ein Vasenschaft für eine Konfektschale mit hochgezogenem, mit einem Blattstab reliefierten Rand. Darüber ein kannelierter Säulenschaft für die zweite Schale mit entsprechendem, ausgestellten Rand und zentraler Blattvolute, einen Bronzering tragend, der den oberen Abschluß der durchgehenden Verschraubung darstellt. Vollständig glanzvergoldet mit wenigen, weiß belassenen Konturlinien und Reifen. In den Schalen jeweils ein fein gemalter, farbenreicher Blütenkranz. H. 38,5 / D. 20,5 cm (untere Schale mit alter Restaurierung eines Bruchs, kl. Chip am oberen Schalenrand). Blaue Szeptermarke. Malereimarke. Das Service war ein Geschenk König Friedrich Wilhelms III. anlässlich der Vermählung seiner Nichte, Prinzessin Elisabeth von Preußen, Tochter von Prinz Wilhlem, dem jüngsten Sohn König Friedrich Wilhelms II. Im Conto-Buch Sr. Majestät des Königs, KPM-Archiv Potsdam, findet sich mit Datum vom 7. November 1836 der Eintrag "Für Se: Hoheit den Prinzen Carl von Heßen und bei Rhein zur Vermählung der Prinzeßin Elisabeth v. Pr: Königl: Hoheit". Zum Dessertaufsatz des Services gehörten acht "Tambours zu Confect, mit coul. Blumen guirl. Innerhalb goldfond, außerhalb goldfond" zum Preis von je 26 Reichstaler und 5 Silbergroschen. Vier der Tambours versteigert bei Galerie Fischer, Luzern, 6.-7. Juli 1925, Kunstobjekte aus dem Besitz vormals regierender Fürsten und ihrer Familien, darunter 242 Teile aus dem Tafel- u. Dessertservice für Elisabeth v. Preußen.
(58532)

15000,-- €
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